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IMG 20190116 WA0001Denis Drum wirft einen Blick zurück auf sein Freiwilliges Soziales Jahr

Die Serie der ehemaligen FSJ-Mitarbeiter geht in die nächste Runde. Marco Bebion stellte jeweils die Fragen an die Ehemaligen und erhielt von einigen unterschiedliche Rückmeldungen. Bereits 23 Freiwillige absolvierten ein FSJ beim TTVWH.

Frage: Erinnerst du dich noch an die Zeit beim TTVWH? Beschreibe uns doch kurz deine ausgeführten Aufgaben, sowie ein Ereignis, welches dir noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Ja, ich habe die Zeit noch gut in Erinnerung, auch wenn es zu meiner eigenen Überraschung schon 12 Jahre her ist. Meine Zeit beim TTVWH war schon deswegen ein besonderes Jahr, da in diese Zeit die Einführung von click-TT fiel, die ich betreuen und koordinieren sollte. Daher waren meine Aufgaben viel stärker auf die Arbeit mit dem Programm und der damit verbundenen Öffentlichkeitsarbeit fokussiert als auf Trainertätigkeiten, wie in den Jahrgängen vor und nach mir. Ich war damals quasi das Bindeglied zwischen dem TTVWH bzw. den Vereinen und der Softwarefirma.

Meine Tätigkeiten gingen vom Betatest der Software und der weiteren Planung der Entwicklung bis zum Informieren und Schulen der Vereine im Umgang mit click-TT. Es gab in diesem Jahr zig Ereignisse, die mich noch lange geprägt haben, sodass es sehr schwer ist, eines als das Wichtigste herauszupicken. Wenn ich aber wählen soll, dann würde ich mich für den ersten click-TT Arbeitskreis entscheiden, bei dem ich eigenständig als Repräsentant des TTVWH an der Planung mitentscheiden durfte.

Frage: In welcher Form bist du heute der Sportart verbunden oder führst du noch Tätigkeiten im Verein/Bezirk/Verband aus?

Ich war bis 2014 Kassier im Bezirk Alb und damit auch Mitglied im Fachausschuss Finanzen des TTVWH. Zusätzlich bin ich seit 2001 bis heute noch Klassenleiter einer Jugendspielklasse im Bezirk Alb. Aktiv am Sport nehme ich schon längere Zeit nicht mehr teil, da mir einfach die Zeit zum Trainieren fehlt und ehrlich gesagt auch ein wenig die Lust fest in einer Mannschaft zu spielen. Zur Zeit betreibe ich Sport eher als Ausgleich zum Alltag und nicht mit dem Wunsch, Leistung zu zeigen und an Wettkämpfen teilzunehmen. Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, in einer anderen Lebenssituation wieder regelmäßiger zum Schläger zu greifen.

IMG 20190211 neuFrage: Die Jahre vergehen und das FSJ war meist der Einstieg in das Berufs- oder Studentenleben, welchen beruflichen/studentischen Weg bist du eingeschlagen?

Ich habe an der Universität Tübingen "Mittelalterliche Geschichte" studiert und darin 2015 meinen Doktor gemacht. Seit dem arbeite ich an der Universität als Lehrbeauftragter, publiziere Bücher und Aufsätze und halte gelegentlich Vorträge. Derzeit bin ich aber dabei mich beruflich weiterzuentwickeln. 

persönliche Anmerkung von Denis Drumm:

Ich habe während des FSJ überhaupt erst gelernt, wie viel man innerhalb von 8h arbeiten kann und, dass das, was ich in der Schule als Stress empfunden habe, im Grunde recht harmlos war. Dadurch habe ich einen enormen Respekt vor anderen Menschen erhalten, die tagtäglich Ähnliches oder deutlich mehr leisten. Ebenso habe ich gelernt, was man mit Zielstrebigkeit und Begeisterung erreichen kann. Ohne diese Erfahrungen hätte ich mein Studium niemals in derselben Form gemeistert und ich profitiere noch heute davon, auch wenn das FSJ inhaltlich mit meinem späteren Berufsleben nichts zu tun hatte. Daher kann ich nur allen raten, diesen Schritt zu wagen und nicht bei jeder Entscheidung eine reine Kosten-Nutzen-Rechnung aufzumachen.

Zur Serie Teil 6 mit Tom Duffke

Zur Serie Teil 5 mit Johanna Weidle

Zur Serie Teil 4 mit Franziska Schwarz

Zur Serie Teil 3 mit Leon Diehl

Zur Serie Teil 2 mit Fabian Wurster

Zur Serie Teil 1 mit Anika Müller

Fragen: Marco Bebion

Text: Denis Drumm

Fotos: TTVWH / privat

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