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TTVWH Jugend trotzt den Vorbereitungs-Umständen und startet mit einer tollen Verbandsmeisterschaft ins Jahr 2015

VA1 7467 HallenimpressionBöblingen - das Tischtenniszentrum in Böblingen war am Wochenende Schauplatz der größten Einzelmeisterschaft auf Verbandsebene und bot allen Teilnehmern mehr als nur großen Sport der Jugend-Perspektivspieler. Es war ein sehr familiäres Treffen der 15 TTVWH Bezirke. Den ausführlichen Bericht sowie die Ergebnisse finden Sie auf der nächsten Seite.

Die Übersicht aller Ergebnisse in Einzel und Doppel gibt es HIER

 
 
 

 

Die größte Jugendveranstaltung des TTVWHs (Teil 1)

In einem würdigen Rahmen fand am Wochenende die größte Jugendveranstaltung des TTVWHs in der Bundesliga-Spielstätte der SV Böblingen statt. Insgesamt wurden an 2 Tagen 24 Titel in 6 Altersklassen vergeben. Ein Mammutprogramm für die Turnierleitung aus dem Schwarzwald um Ute Walkenhorst und das Bewirtungsteam um Lilia Engelhardt und Thomas Jost, die knapp 800 hungrige Spieler mit nervösen Betreuern und Eltern kulinarisch zu versorgen hatten. Deswegen gleich im Voraus ein Dank an die Turnierleitung und das Bewirtungsteam, ohne die eine solch gelungene Veranstaltung kaum möglich gewesen wäre.

Jungen U18Tom Mayer

Sieger wurde der topgesetzte Tom Mayer (Foto/ TSG Heilbronn), jedoch nicht so deutlich wie vielleicht von vielen erwartet. Schon in der Gruppe musste er gegen den späteren Halbfinalisten Nico Wenger/SF Schwendi über die volle Distanz gehen und geriet in diesem engen Spiel mit 0:2 Sätzen in Rückstand. Auch der entscheidende 5. Satz hatte es mit 12:10 und damit trotz besseren Ausgangs für Mayer in sich. Im Viertelfinale traf Mayer auf Marius Henninger und musste auch hier über die volle Distanz gehen. Im Finale konnte Mayer dann den somit Zweitplatzierten Nick Westendorf besiegen.                                                                                                                 

 

Mädchen U18Kathrin Hessentaler

Auch in dieser Konkurrenz gab es mit dem Sieg von Nathalie Bacher (VfL Sindelfingen) im Finale über Kathrin Hessenthaler keine großen Überraschungen. Im  Halbfinale kämpfte sich Bacher nach dem 1. Satz, der mit 11:2 an Ronja Mödinger ging, zurück und sicherte sich den Finaleinzug. Kathrin Hessenthaler (Foto) hatte gegen Hannah Sauter über 5 Sätze größere Mühe, wobei 3 der 5 Sätze mit nur 2 Punkten Unterschied entschieden wurden. Von meiner Seite aus ist noch eine besonders faire Aktion zu erwähnen, die Kristin Timmann im Achtelfinale gegen Nicole Kiessling zeigte. Sie korrigierte eine Schiedsrichterentscheidung zu Gunsten Kiesslings, was zum Satzgewinn für diese führte.

                                                                                                                                                                                                          

Die U15-Konkurrenzen in Sindelfinger Hand

Jungen U15

Auch hier sicherte sich der Topfavorit den Titel. Mika Pickan (VfL Sindelfingen) gab im gesamten Turnier nur 2 Sätze ab, wobei er im Finale gegen Hannes Bäcker – bezogen auf das gesamte Spiel - 2 Punkte weniger erzielen konnte. Im entscheidenden Moment gewann er die Sätze 2 - 4 jedoch mit 11:9 und feierte gemeinsam mit seiner Vereinskollegin Natalie Bacher den Turniersieg. Im Halbfinale stand mit David Blessing ein Spieler, der bereits durch seinen Sieg in der Doppelkonkurrenz bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften auf sich aufmerksam gemacht hatte. Auch der zweite Halbfinalist Chris Kälberer ist ein bereits bekannter Spieler, der es gegen den späteren Turniersieger als Gegner jedoch schwer hatte.

Mädchen U15

Hier gab es durch vier Absagen sage und schreibe vier 3er-Gruppen, was für eine solche Veranstaltung doch sehr schade war. Im Halbfinale standen sich mit Celine Henseling und Alexandra Kaufmann zwei Bietigheimerinnen, was wieder von der sehr guten Jugendarbeit in Bietigheim zeugt, gegenüber. Alexandra Kaufmann, die bereits bei den Damen spielt, siegte in 4 sehr umkämpften Sätzen gegen ihre Doppelpartnerin. Mit Alina Frey siegte im anderen Halbfinale wieder eine Topfavoritin aus Sindelfingen gegen Kristin Fabriz. Das Finale zwischen ihr und Kaufmann wiederum war eine deutlichere Angelegenheit, wobei nur der 2. Satz mit 14:12 richtig eng war.

Jungen U14

Auch hier gab es vier Absagen, weswegen vier Spieler nur zwei Einzel bestreiten durften. Den Tagessieg holte sich der an Position 1 gesetzte Marc Hingar (TTC Bietigheim-Bissingen) gegen Daniel Meisner, der nach seinen zwei Silbermedaillen im Dezember im Mixed und Doppel nun auch im Einzel seine Qualitäten bewies. Im Halbfinale stand mit Felix Schappacher ein Spieler, den niemand so recht auf der Rechnung gehabt hatte. Sein erstes Einzel verlor er sogar, konnte dann aber 4 Siege in Folge gegen stärker eingeschätzte Spieler feiern.

Mädchen U14Antonia Bernhard2

Bei den Mädchen U14 machten die beiden Antonias des SSV Schönmünzach den Turniersieg unter sich aus. Im Vorfeld an Nr. 1 und 2 der Setzliste und im Doppel wie in der Punktspielrunde gemeinsam am Start, wollten sowohl Antonia Bernhard (Foto), seit kurzer Zeit Abwehrspielerin, und Antonia Walkenhorst, Tochter der Turnierleiterin, mindestens das Finale erreichen. Bernhard gab bis ins Finale keinen Satz ab und auch Walkenhorst musste erst im Halbfinale einen Satzgewinn seitens Evdokia Yankovas zulassen. Das Finale hatte es mit 5 hart umkämpften Sätzen in sich, wobei Walkenhorst sogar mit 2:1 Sätzen in Führung gehen konnte, aber am Ende doch Bernhard gratulieren musste.                                            

Leider hatte die Turnierleitung den kompletten Samstag über damit zu kämpfen, dass Spieler und Spielerinnen nicht, wie in der Begrüßung gesagt, an den entsprechenden Tischen andere Spiele als Tischschiedsrichter zählten oder nach ihrem  Ausscheiden noch eine Runde als Schiedsrichter zur Verfügung standen. Auch traten enttäuschte Spielerinnen direkt nach ihrem Gruppenausscheiden den Heimweg an, was für ihre Doppelpartnerinnen sehr frustrierend war, da diese nun ohne Partnerin nicht mehr zum Doppel antreten
konnten.

Die Wettbewerbe am Sonntag (Teil 2)

Am Sonntag zeigten die jüngeren Jahrgänge, zu welchen Leistungen sie bereits im Stande sind. Gold und Silber für den Bezirk Böblingen gab es in der U13-Konkurrenz. Carlos Dettling (VfL Herrenberg), der unlängst von den Nachwuchstrainern des Deutschen Tischtennisbundes in den zehnköpfigen D/C-Kader berufen wurde, beherrschte den Wettbewerb nach Belieben und sicherte sich ohne Satzverlust den Titel des württembergischen Jahrgangsmeisters. Böblingens Youngster Michael Engelhardt spielte ebenfalls groß auf, so dass ihm erst im Endspiel die Grenzen aufgezeigt wurden. Im Doppel spielten die beiden gemeinsam, dabei mussten sie sich im Endspiel Tim Kitovnica/David Nähring (Sportbund Stuttgart/SV Sillenbuch) geschlagen geben. Mit Hanna Hörndl (TTC Birkenfeld) und Lisa Klett (TSV Betzingen) setzten sich auch bei den Mädchen die Favoritinnen durch. Lisa Klett durft im Doppel ein weiteres Mal jubeln, zusammen mit Nadine Kendelbacher (TSV Eningen) holte sie auch im Doppel den Titel.

Württembergische Jahrgangsmeister in der U12-Jugend wurden der Bietigheim-Bissinger Levin Rath (3:2 im Endspiel gegen Paul Kilian vom TSV Markelsheim) und Lisa Eckhardt (TSV Weilheim/Teck); die sich mit demselben Ergebnis gegen die Neckarsulmerin Kamilla Shevtsova durchsetzte. Im Doppel spielten die Aidlinger Phu Mai/Simon Wolff sowie Annika Messner/Sophie Pöplow (FC Schechingen/FC Mittelstadt) groß auf.

Bei den Jüngsten, den Talenten in der U11-Altersklasse, war Nico Arnold (SpVgg Gröningen-Satteldorf) am Ende der Glückliche, in fünf Sätzen gewann er das Endspiel gegen seinen Vereinskameraden Simon Kouril. Die beiden starken Nachwuchshoffnungen aus dem Bezirk Hohenlohe traten gemeinsam im Doppel an und waren dementsprechend nicht zu bezwingen. Gold und Silber gab es bei den Mädchen für Lea Lachenmayer vom TTC matec Frickenhausen. Den Doppelwettbewerb gewann sie zusammen mit Vereinskollegin Amelie Kraft, im Einzelfinale musste sie der Schönmünzacherin Laura Kaim den Vortritt lassen. Die jüngere Schwester von Böblingens Bundesligaspielerin Julia Kaim marschierte ohne Satzverlust durch den Wettbewerb.

Aus Verbandssicht war man nach den zwei Tagen froh, dass man mit dem Böblinger Tischtenniszentrum einen passenden Austragungsort für das Mammutturnier gefunden hatte. TTVWH-Organisator Wolfgang Laur: „Die Meisterschaften sind allseits sehr beliebt, aber es war in diesem Jahr schwierig, eine geeignete Halle für das große Turnier zu finden." Dankbar war man zudem über das Engagement der lokal ansässigen Familie Engelhardt, die kurzfristig bei der Bewirtschaftung in die Bresche sprang.

Text: Nicole Kiessling und Thomas Holzapfel | Bilder: Volker Arnold und Reinhard Arras

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