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Deutsche Mannschaftsmeisterschaften Jugend: NSU (Mädchen U18) 3., Sindelfingen (Mädchen U15) 4.    

Mit der TGV Eintracht Beilstein bei den Jungen U18 und der FT 1844 Freiburg bei den Jungen U15 stellen die Baden-Württemberger gleich zwei deutsche Mannschaftsmeister: Dazu kommen noch Platz 3 der NSU Neckarsulm bei den Mädchen U18 und Platz 4 des VfL Sindelfingen bei den Mädchen U15. Wiederum ein sehr beeindruckendes Gesamtergebnis.   

  

In jeder Konkurrenz traten 8 Mannschaften an (jeweils der Meister aus den 8 Regionalverbänden). In zwei Vierergruppen wurde zunächst im System „Jeder gegen jeden“ gespielt. Danach spielten die ersten beiden (um Platz 1 bis 4) und die letzten beiden jeder Gruppe (um Platz 5 bis 8) über Kreuz. Das letzte Spiel mussten die jeweiligen Sieger bzw. Verlierer der „Überkreuzspiele“ bestreiten. Nach 3 Spielen am Samstag und 2 Spielen am Sonntag (25./26. Juni 2011), standen die jeweiligen Meister und Platzierten fest. Während die Schüler/innen (Jugend U15) in Ober-Erlenbach (Hessen) ihre Wettkämpfe austrugen, waren die Meisterschaften der Jungen und Mädchen (Jugend U18) in Dillingen an der Donau (Bayern).

Bei den Jungen (Jungen U18) legten die Beilsteiner in der Vorrunde den Turbo ein und fegten TV 1860 Nürnberg Jahn-Schweinau und SV Eintracht Quedlinburg mit jeweils 6:0 und TTV Viktoria Thönse mit 6:1 vom Tisch. Im Halbfinale wartete nun mit dem TSV Bargteheide (Schleswig-Holstein) ein wesentlich stärkerer Gegner. Glücklicherweise fehlte die starke Nummer 1 des Gegners, Ole Markscheffel. Der Gewinn der beiden Eingangsdoppel war die halbe Miete und so kam am Ende der 6:3 Erfolg nicht unerwartet. Im Endspiel gegen den westdeutschen TTC Hagen spielte an Nummer 1 Dragen Subotic, der bereits in der 2. Bundesliga der Herren im Einsatz ist. Hagens Spitzenmann machte auch in souveräner Manier 2 Punkte im Einzel und einen im Doppel. Ein Doppel und jeweils ein Punkt von Dirk Reuther, Manuel Mangold, Dominik Rau und Patrick Heim reichten zum 5:5 und bei 19:16 Sätzen für Beilstein zur deutschen Meisterschaft. Die etwa 30 mitgereisten Fans bejubelten den Sieg überschwänglich. „Eine tolle Truppe, die in den letzten Wochen hart für diesen Erfolg gearbeitet hat“, so Betreuer Klaus Betzner direkt nach dem doch etwas überraschenden Erfolg. Die Beilsteiner Erfolgsgeschichte im Jugendbereich geht also weiter. Spitzenmann Dirk Reuther, inzwischen knapp 17 Jahre alt, wurde 2006 als noch 11-jähriger erstmals deutscher Mannschaftsmeister bei den Jungen U15 und wiederholte 2008 diesen Erfolg. Wie Betreuer Klaus Betzner schaffte es die Beilsteiner Nummer 1 nun zum 3. Mal mit der Mannschaft im Jugendbereich in Deutschland die Besten zu sein.   

Bei den Schülern (Jungen U15) waren die Freiburger beim Auftakt-Unentschieden noch nicht richtig im Turnier. Danach folgten zwei klare 6:1 Erfolge gegen Radeburg und Hude, die aber trotzdem nur Platz 2 in der Vorrunde ergaben. Dadurch kam es bereits im Halbfinale zum vorweggenommenen Endspiel gegen den TSV Schwarzenbek. Im vorderen Paarkreuz machten Pierre Kolbinger und Lukas Luchner 4 Einzelpunkte und holten das Doppel und hinten gewann Niklas Grimm überraschend ein Einzel; damit stand es 6:3. „Dass wir vorne mit Pierre Kolbinger und Lukas Luchner nur sehr schwer zu schlagen sind, wussten wir vorher; was aber Niklas Grimm an Position 3 bei diesem Turnier gespielt hat war unglaublich. Er war der eigentliche Matchwinner“, so Jugendleiter Daniel Siegele nach dem unerwarteten Titelgewinn.“ Und im Endspiel gegen TuRa Germania Oberdrees setzte Niklas Grimm noch einen drauf: Nachdem Pierre Kolbinger im vorderen Paarkreuz den einzigen Punkt in diesem Turnier abgegeben hatte, holte Niklas Grimm hinten eben 2 Punkte – wieder stand es 6:3. Deutscher Meister! „Ob und wie wir geehrt werden, weis ich noch nicht. Ich hoffe es kommt ein Bericht mit Bild in der lokalen Presse, da wir besonders vom Rolkunstlaufen mit deutschen Meisterschaften verwöhnt sind“, so nochmals Jugendleiter Daniel Siegele.

Bei den Mädchen (Mädchen U18) ergab eine 3:6 Auftaktniederlage gegen den bayerischen Vertreter aus Hofstetten und zwei recht deutliche 6:2 Erfolge gegen Tannenberg und Sprendlingen für die Neckarsulmer Platz 2 in der Vorrunde und so im Halbfinale die Partie gegen den Turnierfavoriten und späteren deutschen Meister TTC Schwalbe Burgneustadt (Westdeutschland). Bis zum 3:3 Zwischenstand konnten die Neckarsulmerinnen mithalten, dann leitete aber die einzige Einzel-Niederlage von Spitzenspielerin Lisa Mayer die 3:6 Niederlage ein. Im Spiel um Platz 3 lief man zunächst den beiden verlorenen Eingangsdoppeln hinterher, glich dies aber im 2. Durchgang im vorderen Paarkreuz durch zwei Siege von Lisa Mayer und Elena Knochenhauer wieder aus. Das 5:5 reichte dank einem 22:18 Satzverhältnis für Neckarsulm zu Platz 3. Neckarsulm hatte mit Lisa Mayer, Selma Bijedic, Elena Knochenhauer, Dorothea Edelmann, Kathrin Hessenthaler, Elena Mohr, Julia Sendelbach und Kristin Fabriz alle Spielerinnen an Bord, die auch während der gesamten Runde für die Mannschaft im Einsatz waren. „Schade, dass das Spitzenpaarkreuz mit Lisa Mayer und Selma Bijedic durch einen länger geplanten Urlaub bzw. Krankheit in den letzten zwei Wochen nicht wie geplant trainieren konnte, dann wäre vielleicht noch etwas mehr drin gewesen“, so Betreuer Alexander Mohr und Betreuer Frank Hessenthaler ergänzt: „Wir sind aber sehr zufrieden, wir haben genau unser gestecktes Ziel erreicht“.

Bei den Schülerinnen (Mädchen U15) hatte man beim VfL Sindelfingen Vorjahres-Platz 5 als Ziel ausgegeben. So ist es als Erfolg zu werten, dass nach den Auftakterfolgen gegen Wolframs-Eschenbach (6:2) und Lengenfeld (6:0) sowie einer 3:6 Niederlage gegen Oldendorf Platz 2 in der Gruppe und somit die Spiele um Platz 1 bis 4 erreicht wurden. Im Halbfinale war der SV DJK Holzbüttgen mit der dreifachen deutschen U15 Meisterin Nina Mittelham der erwartet starke Gegner und die 1:6 Niederlage nicht zu verhindern. So ging es um Platz 3 nochmals gegen Oldendorf. „Das Ergebnis sah auf dem Papier mit 2:6 deutlich aus, aber alle 4 knappen Spielen haben wir mit 2:3 Sätzen verloren“, so Trainer Lukas Coulon. So musste der Trainer nach dem Spiel Natalie Bacher, Nadine Brucker, Ann-Katrin Ziegler und Viktoria Frank sogar noch wegen der verpassten Bronzemedaille trösten, obwohl man ja eigentlich mehr erreicht hatte als zuvor gedacht.

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