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Alle Meister konnten sich mit aktivierten Jugendlichen verstärken  

Alle 4 Titelträger nutzten die Chance, die sich in diesem Jahr erstmals bot, ihre Mannschaften durch aktivierte Jugendliche zu verstärken: Bei der TGV Eintracht Beilstein (Jungen U18) war es mit Dirk Reuther genauso ein aktivierter Jugendlicher wie beim VfL Sindelfingen (Mädchen U15) mit Natalie Bacher. Der FT 1844 Freiburg (Jungen U15) bot mit Pierre Kolbinger und Lukas Luchner gleich zwei deutsche Spitzenspieler auf und auch die NSU Neckarsulm (Mädchen U18) waren mit den zusätzlichen Spielerinnen Lisa Mayer, Selma Bijedic und Elena Knochenhauer sehr stark besetzt.    

  

Am 22.05.2011 wurden die baden-württembergischen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend (Jungen und Mädchen U15 und U18) in Notzingen-Wellingen (TTVWH, Bezirk Esslingen) ausgetragen. Qualifiziert waren in jeder Konkurrenz 2 TTVWH-Vertreter (die ersten beiden der württembergischen Mannschaftsmeisterschaften vom 07./08.05.2011 in Böblingen), ein Vertreter aus Baden und ein Vertreter aus Südbaden. Diese jeweils 4 Mannschaften spielten im System „Jeder gegen Jeden“ den Sieger aus, der bei den deutschen Mannschaftsmeisterschaften am 25./26.06.2011 im hessischen Ober-Erlenbach (Jugend U15) und in Dillingen (Jugend U18) teilnehmen darf. Die süddeutschen Mannschaftsmeisterschaften finden 2011 erstmals nicht mehr statt, da der DTTB neu in 8 Regionen aufgeteilt wurde. 

Bei den Mädchen U18 fand das eigentliche Finale gleich im ersten Spiel statt. Nach einer Punkteteilung im Doppel zwischen NSU Neckarsulm und dem TTV Weinheim-West, schlug die Weinheimerin Carolin Reisig im vorderen Paarkreuz sowohl Lisa Mayer wie auch Selma Bijedic. Am Ende entschied aber die Neckarsulmerin Elena Mohr gegen Heike Fuhrmann nach einem 1:2 Satzrückstand mit 3:2 das Spiel für sich und die Partie mit 6:4 für Neckarsulm. Platz 1 und 2 waren entschieden, der TTVWH-Meister vom SSV Schönmünzach kam (ohne zusätzliche Verstärkung) auf Platz 3.

Bei den Jungen U18 gewann die TGV Eintracht Beilstein die ersten beiden Spiele gegen DJK Villingen und TTC 1950 Forchheim deutlich. Erst im entscheidenden Spiel um den Landestitel gegen den SV Plüderhausen setzten die Beilsteiner erstmals Dirk Reuther ein. Nach einer Punkteteilung im Doppel gab Dirk Reuther den einzigen Einzelpunkt im Spitzenspiel gegen Marcel Schaal zum am Ende recht deutlichen 6:2 Erfolg ab. Durch ein Unentschieden zwischen Forchheim und Villingen kam Forchheim auf Grund des besseren Spielverhältnisses auf Platz 3.            

Bei den Mädchen U15 gewannen der VfL Sindelfingen und der TTC 1946 Weinheim ihre Spiele in den ersten beiden Runden recht klar. So ging es im letzten Spiel um den Landestitel. Während Sindelfingen mit Natalie Bacher ihre überragende Spielerin im vorderen Paarkreuz hatte, die alle ihre Einzel gewann, war dies bei Weinheim Qian Wan im hinteren Paarkreuz. So holte Weinheim auch einen 3:5 Rückstand zum 5:5 auf. Letztendlich verteidigte Sindelfingen auf Grund des besseren Spielverhältnisses aber den Titel aus dem Vorjahr. Dritter wurde der TTVWH-Meister vom TSV Untergröningen.        

Bei den Jungen U15 hatte der FT 1844 Freiburg mit Pierre Kolbinger und Lukas Luchner ein überragendes vorderes Paarkreuz, das kein einziges Spiel abgab. Eng wurde es allerdings für Pierre Kolbinger im ersten Spiel gegen die TSG Heilbronn im Spitzenspiel gegen Tom Mayer, das der Freiburger nach 0:2 Satzrückstand und 6:10 im 3. Satz noch gewann. Letztlich holte sich Freiburg mit drei recht deutlichen Siegen die Meisterschaft. Die TSG Heilbronn und die DJK SB Stuttgart spielten 5:5, waren am Ende punkt- und spielgleich, nur das bessere Satzverhältnis machte die Heilbronner zum Vizemeister.

Am Rande der Meisterschaften wurde natürlich eifrig diskutiert, ob es richtig ist zu den Landesmeisterschaften die aktivierten Jugendlichen zuzulassen. Und wenn diese Jugendlichen schon zugelassen werden, sollte dann nicht die Anzahl begrenzt werden? Kann es überhaupt richtig sein in den einzelnen Verbänden die Meisterschaften in der seitherigen Form zu spielen, oder sollten diese nicht angepasst werden? Also reichlich Diskussionsstoff und evtl. auch Handlungsbedarf für die Funktionäre in den Verbänden. Eines wurde aber bei diesen Meisterschaften deutlich: Eine solch qualitativ hochwertige Meisterschaft gab es in den vorangegangen 13 Titelkämpfen noch nie.

Mit dem Durchführer TTC Notzingen-Wellingen hatte der TTVWH einen äußerst guten Griff getan. Eine prima Sporthalle stand zur Verfügung und auch alle Rahmenbedingungen stimmten: genügend Helfer, Spielstandsanzeiger, würdige Siegerehrung mit Pokalen für die Erstplazierten, Sondergeschenke, Medaillen und Urkunden für die Platzierten. Auch Essen und Getränke waren für eine Jugendveranstaltung sehr angemessen.       

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