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b_350_250_16777215_00_images_alt_phocagallery_Mozler.jpg „Der Pott ist unser!" Sönke Geil, Sportdirektor von Tischtennis Baden-Württemberg, blickte am frühen Sonntag nachmittag in der Gerlinger Stadthalle zufrieden auf sein Smartphone und kommunizierte die frohe Kunde, die er von seinen Landestrainern aus den anderen Hallen erhielt. Der Tischtennis-Nachwuchs aus dem Ländle hat auch in diesem Jahr die Gesamtwertung des Deutschlandpokals für sich entschieden. Schauplätze des prestigeträchtigen Mannschaftswettbewerbs auf Bundesebene waren Gerlingen (nahe Stuttgart) und das bayerische Dillingen.

Foto: Natalia Mozler (TSV Herrlingen) holte mit dem BaWü-Team den Sieg bei den Schülerinnen.

Im württembergischen Gerlingen spielten die U15-Schüler und –Schülerinnen den diesjährigen Deutschlandpokal aus, in Dillingen war es die U18-Jugend, die um die Platzierungen schmetterte. Ihrer Favoritenrolle wurden die Schülerinnen gerecht, die sich ganz souverän in der Vor- und Zwischenrunde mit 4:0- und 4:1-Siegen durchsetzten und auch im weiteren Verlauf des zweitägigen Turniers keine Zweifel am kommenden Sieger aufkommen ließen. Durch ein weiteres 4:1 über Brandenburg und ein 4:0 über Hessen schafften Jennie Wolf, Luisa Säger, Natalia Mozler und Anastasia Bondareva in eindrucksvoller Manier den Sprung ins Endspiel, in dem das Team aus Niedersachsen beim 4:0 ebenfalls in die Schranken verwiesen wurde. Dabei blieb das Team BaWü, das derzeit die drei besten Schülerinnen in der bundesdeutschen Rangliste stellt, im Finale sogar ohne Satzverlust. So war denn auch Landestrainer Liping Liu hochzufrieden mit dem Auftritt seiner Youngsters. „Auch wenn der Erfolg auf dem Papier jetzt keine große Überraschung darstellt, so muss man die Spiele doch erst einmal gewinnen. Am ersten Turniertag marschierten die Mädchen doch recht souverän durch die Vorrunde, so dass ich oftmals versuchen musste, die Konzentration hoch zu halten. Aber alles in allem waren sie immer fokussiert“, zog der badische Landestrainer Bilanz. Wie seine Trainerkollegen auch misst Liping Liu dem Deutschland-Pokal große Bedeutung bei. „Diese Veranstaltung ist etwas ganz besonderes, da Teamplayer gefragt sind. Es ist der einzige Mannschaftswettbewerb, an dem die Verbände ihre besten Talente schicken. Der Nachwuchs hat hier die Gelegenheit, sich für die guten Trainingsbedingungen in den jeweiligen Verbänden zu bedanken.“ Folgende Spielerinnen gingen für das baden-württembergische U15-Team an den Start: Luisa Säger (TTC Weinheim), Jennie Wolf (TV Busenbach), Natalia Mozler (TSV Herrlingen), Anastasia Bondareva (TSG Heidelberg), Trainer: Liping Liu.

In der zweiten Gerlinger Halle kam der U15-Wettbewerb der Schüler zur Austragung, in dem das Team Baden-Württemberg zeitweise über sich hinauswuchs. Nur knapp schrammten Alexander Gerhold, Timo Müller, Tom Eise und Sven Hennig in der Vorrunde am Gruppensieg vorbei, gegen den Westdeutschen Tischtennis-Verband setzte es eine hartumkämpfte 3:4-Niederlage. Ein 4:1 gegen Schleswig-Holstein und ein 4:2 über das Rheinland reichten für die Mannschaft, die auf den deutschen U15-Meister Kay Stumper verzichten musste, dennoch zum Weiterkommen. In der Endrunde ließen die motivierten Youngsters ein deutliches 4:0 über das Saarland folgen, ehe dann im Halbfinale das topgesetzte Team aus Niedersachsen mit 4:3 bezwungen werden konnte. Timo Müller zeigte dabei im letzten Einzel gegen Nils Schulze Nervenstärke, war blitzschnell auf den Beinen und sorgte für den baden-württembergischen Triumph. Im Endspiel ging es dann abermals gegen den WTTV, dem man beim 0:4 nichts mehr entgegen zu setzen hatte. Dennoch sah man allenthalben zufriedene Gesichter nach dem erreichten zweiten Platz. Sportdirektor Sönke Geil: „Der Sieg über Niedersachsen war sensationell und war ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur gesamten Titelverteidigung. Schade, dass Kay Stumper abgesagt hat, er hätte hier durchaus etwas dazulernen können.“ Folgende Spieler gingen für das baden-württembergische U15-Team an den Start: Alexander Gerhold (TTC Wöschbach), Timo Müller (1. TTC Ketsch), Sven Hennig (FTV 1844 Freiburg), Tom Eise (ESV Weil), Trainer: Daniel Behringer.

Die Teilnehmer in Gerlingen zeigten sich mit der Durchführung des Großturniers sehr zufrieden, der gastgebende KSV stellte ein erfahrenes Team an Helfern und Organisatoren. Rolf Schmidt ist einer aus diesem Team. Der Vater von „Smudo“, dem Sänger der Fantastischen Vier, zeichnete sich als Medienbeauftragter unter anderem für die Übermittlung der Ergebnisse im Internet verantwortlich. „Wir freuen uns, dass die KSG immer mal wieder den Zuschlag für eine große Tischtennis-Veranstaltung bekommt. Wir bieten mit unseren beiden Sporthallen eine gute Infrastruktur und sind auch immer bemüht, für die Teilnehmer aus Nah und Fern ein guter Gastgeber zu sein.“ Auch Hans-Jörg Sautter, der Mannschaftssportbeauftragte im Tischtennisverband Württemberg-Hohenzollern, sprach am Sonntag von einer „problemlosen Durchführung“.

Die Mädchen wurden in Dillingen von Martina Schubien, Landestrainerin am Olympiastützpunkt in Freiburg, betreut. Nach der verletzungsbedingten Absage von Julia Kaim und Lilli Eise schwanden die Chancen auf eine der vorderen Platzierungen. Insofern zeigten sich die Verantwortlichen mit dem erreichten sechsten Platz am Ende sehr zufrieden. Sönke Geil: „Der sechste Platz ist ein sehr gutes Ergebnis. Vor allem wenn man bedenkt, dass Ann-Katrin Ziegler eigentlich noch der Altersklasse U15 angehört. Im Prinzip hat uns diese ansprechende Platzierung in der Gesamtwertung ganz nach vorne gebracht.“ Nach drei Niederlagen in der Vorrunde gelang im wichtigen Zwischenrundenspiel ein 4:2 über das Team aus Sachsen, das die Baden-Württemberger doch noch unter die ersten Acht brachte. Einem 1:4 gegen Hessen folgte im Anschluss ein 4:1 über Thüringen sowie im Platzierungsspiel ein 0:4 gegen Berlin. Folgende Spielerinnen gingen für das U18-Team an den Start: Natalie Bacher (VfL Sindelfingen), Katharina Binder (TTG Süssen), Ann-Katrin Ziegler (TSV Herrlingen), Kathrin Hessenthaler (NSU Neckarsulm), Trainerin: Martina Schubien.

Mit drei klaren Siegen über die Vertretungen aus dem Rheinland, Westdeutschland und Hamburg marschierten die U18-Jungs in Dillingen durch die Vorrunde. Nach einem 4:1 im Viertelfinale über Schleswig-Holstein musste sich das Team von Trainerin Evelyn Simon in der Vorschlussrunde mächtig strecken, um mit 4:3 in einem finalwürdigen Spiel gegen Bayern die Oberhand zu behalten.  Im Endspiel ging es erneut gegen das Team Rheinland, dem man klar mit 4:0 das Nachsehen gab. Für das männliche U18-Team gingen an den Start: Dang Qiu (TTC matec Frickenhausen), Dennis Klein (TTC Bietigheim-Bissingen), Florian Bluhm (ASV Grünwettersbach), Marco Golla (TTC Bietigheim-Bissingen), Trainerin: Evelyn Simon.

Sportdirektor Sönke Geil freute sich mit seinen Trainerkollegen, mit denen er über das Wochenende in reger Kommunikation war, über die Verteidigung des Cups: „Der Deutschland-Pokal ist eine besondere Veranstaltung, spiegelt sich hier doch in besonderem Maße die Qualität in der Breite wieder. Während bei deutschen Einzelmeisterschaften oftmals ein einziger Spieler ins Rampenlicht rückt, ist es hier das Team, das gefragt ist. Der diesjährige Erfolg stellt unter Beweis, dass an den Stützpunkten in Ochsenhausen, Heilbronn, Freiburg, Böblingen und Karlsruhe gute Arbeit geleistet wird.“

Ergebnisübersicht Vorrunde - Zwischenrunde Schülerinnen 

(komplett mit Spielberichten)

Ergebnisübersicht Endrunde Schülerinnen

(komplett mit Spielberichten inkl. Ausspielungen 9 bis 16)

Ergebnisübersicht Mädchen

(nur Ergebnisraster ohne Spielberichte)

Ergebnisübersicht Vorrunde - Zwischenrunde Schüler

(komplett mit Spielberichten)

Ergebnisübersicht Endrunde Schüler

(komplett mit Spielberichten inkl. Ausspielung 9 bis 16)

Eregebnisübersicht Jungen

(nur Ergebnisraster ohne Spielberichte und ohne Ausspielung 9 bis 16 und leider ohne Ergebnis Finalrunde)

Zur Homepage des Ausrichters der Mädchen und Jungen - TV 1862 Dillingen

Zur Homepage des Ausrichters der Schülerinnen und Schüler - KSG Gerlingen


Bericht: Thomas Holzapfel

Zum Bericht auf der DTTB-Homepage

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