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b_350_250_16777215_00_images_alt_phocagallery_Gruppenbild_Markdorf.jpgTischtennis-Youngster treffen Profis

Markdorf – Großer Mehrwert für den Tischtennissport beim Spiel der Deutschen Tischtennis-Liga (DTTL) zwischen den TTF LIEBHERR Ochsenhausen und TTC RS Fulda Maberzell: 800 Zuschauer sahen das Spiel und im Vorprogramm standen die Finals der EnBW-Bodenseetour im Mittelpunkt.

Positives Resultat dieses Sonntags im südlichsten Zipfel des TTVWH-Verbandsgebiets: Beim 0:3 verlor das Team aus Ochsenhausen zwar die Punkte, doch alle Beobachter waren vom sportlichen Niveau dieser Partie begeistert. Die Nachwuchsveranstaltung der EnBW Energie Baden-Württemberg AG in Zusammenarbeit mit dem Bundesligisten hatte in den Wochen zuvor insgesamt 140 Kinder/Jugendliche in ihren Bann gezogen, die Qualifikationsturniere waren sehr gut besucht. Zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Sport zeigten durch ihre Anwesenheit den Stellenwert dieses Events der Stars und des Nachwuchses, kamen sich dabei in Gesprächen näher.

Einig waren sich Vertreter aller Bereiche darüber, dass diese Kombination aus Spitzensport und Nachwuchsförderung eine „win-win-Situation“ darstellt. Dazu Anastasia Hein, verantwortlich für die Veranstaltungskoordination im Regionalzentrum Heuberg-Bodensee der EnBW Energie Baden-b_350_250_16777215_00_images_alt_phocagallery_skoric_Pitchford.jpgWürttemberg AG: „Wir sind froh, mit der EnBW-Bodenseetour einen positiven Beitrag im Tischtennissport leisten zu können und gemeinsam mit den TTF Liebherr Ochsenhausen ein Event, das Kinder und Jugendliche begeistert und motiviert, anzubieten. Neben Vereinen und Bezirken, Kindern und Eltern, kommen auch Sport und Politik zusammen – es ist wirklich etwas Besonderes.“ Und tatsächlich: Bereits die Qualifikationsturniere vor einigen Wochen erlebten einen großen Ansturm. Thomas Strobel, Abteilungsleiter des SV Oberteuringen: „Das war eine tolle Veranstaltung, bei der wir unser Engagement für den Tischtennis-Nachwuchs einbringen konnten.“ 57 Nachwuchsspieler waren in Oberteuringen am Start gewesen. Gleich 84 Mädchen und Jungen gaben der zweiten Qualifikation in Allensbach einen tollen Rahmen. Dazu Hein mit Blick auf die seit fünf Jahren durchgeführte EnBW-Bodenseetour: „Der SV Allensbach war sogar bei jeder EnBW-Bodenseetour dabei und hat somit fünf Vorentscheide ausgerichtet. Ein Partner auf den wir seit der ersten Stunde dieser Veranstaltungsreihe zählen können.“

b_350_250_16777215_00_images_alt_phocagallery_Maskottchen_Markdorf.jpgChristhart Kratzenstein, Jugendwart des Bezirks Allgäu-Bodensee, lobt die besondere Atmosphäre bei der EnBW-Bodenseetour: „Generell ist die Turnierserie eine gute Idee, da es für die Kinder toll ist, wenn sie einmal mit Bundesligaspielern spielen können.“ Sowohl in Oberteuringen als auch in Allensbach waren die Stars für ein Training plus Autogrammstunde nach den Turnieren mit Engagement dabei. Bernd Bargheer, rund um die EnBW-Bodenseetour engagierter Vorstand der TTF 81 Schomburg, unterstreicht diesen Gedanken: „ Die Teilnehmer erzählen immer noch davon, wie man mit den Profis spielen und reden, sich Autogramme holen und gemeinsame Fotos machen b_350_250_16777215_00_images_alt_phocagallery_Center-Court_Markdorf.jpgkonnte. Wo kommt man sonst so nah an Profis heran. Und einige Jugendliche aus Schomburg fahren regelmäßig mit mir zu den Heimspielen der TTF nach Biberach.“

 

Zum fünften Mal nun kam in Markdorf die Verbindung zwischen einem Tischtennis-Bundesligaspiel Ochsenhausens und den Finalspielen der EnBW-Bodenseetour in den sechs Wettbewerben der Mädchen und Jungen U18, U15 und U13 zur Austragung. Stellt sich die Frage, inwieweit die Tour eine Bereicherung im Programm des Tischtennis-Bezirkes darstellt. „Gerade auch für Einsteiger/Anfänger, da die EnBW-Touren nicht TTR-relevant sind. Zum anderen kommen die Kinder und Jugendlichen hier auch Kreis übergreifend zusammen“, meint dazu Bernd Bargheer. Und wie sieht die Zukunft der EnBW-Bodenseetour aus? Alle Beteiligten hoffen auf eine Fortsetzung b_350_250_16777215_00_images_alt_phocagallery_Moderator_-_Walter_Markdorf.jpgder so gut nachgefragten Aktion. Dazu abschließend Bernd Bargheer: „Es wäre aber sehr wünschenswert, wenn man dem TT-Nachwuchs auch weiterhin so ein Jugend-Turnier mit Profikontakt in der Region Bodensee/Allgäu anbieten könnte.“ Für den Bezirk Allgäu-Bodensee mit seinen 54 Vereinen und 2.706 Spielberechtigten wäre dies sicher ein Gewinn.

Thomas Walter

 

Die Ergebnisse – Bodenseetour 2014

Jungen U18: 1. Marius Heinemann, 2. Roberto Heurich

Mädchen U18: 1. Jana Borg, 2. Nicole Kiessling

Jungen U15: 1. Partrik Schmidt, 2. Tom Türk

Mädchen U15: 1. Annalena Moll, 2. Kathrin Knapp

Jungen U13: 1. Illja Gerdt, 2. Richard Möhle

Mädchen U13: 1. Celine Schädler, 2. Natalie Blaser

 

Stimmen zur Veranstaltung, Interviews:

 

Anastasia Hein, EnBW AG, Regionalzentrum Heuberg-Bodensee

Das Finale der EnBW-Bodenseetour 2014 hatte heute in Markdorf vor dem Bundesligaspiel einen tollen Rahmen. Die Qualifikation wurde in Oberteuringen und in Allensbach mit insgesamt 140 Kindern gespielt. Sie haben mit der EnBW diese Turnierserie vor 5 Jahren ins Leben gerufen, welches Konzept liegt zugrunde?

Ursprünglich wurde die Idee der Jugendförderung in dieser Form, Begegnung mit Bundesliga-Profis, bei den Kollegen der EnBW in Biberach vor neun Jahren  geboren. Da Ochsenhausen eine Nachbarkommune der Stadt Biberach ist und sich für die Jugend engagiert, kam die Idee, den Bundesligisten mit der Jugend zusammenzubringen. Dabei wurde das Konzept der EnBW-Regiotour (für die Landkreise Biberach und Ravensburg, Organisation durch EnBW Biberach) entwickelt. Wir, das EnBW-Regionalzentrum Heuberg-Bodensee am Standtort Tuttlingen, haben das Konzept vor fünf Jahren übernommen und bieten es in unserer Region allen begeisterten Tischtennisspielern (und denen, die es noch werden wollen) des Landkreises Konstanz und Bodenseekreises an. Als der regionale Energieversorger wollen wir unserer gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen. Dies geschieht durch verschiedene Sponsorate und Engagements im Bereich Bildung (Schulen und Kindergärten), Sport und weiteren Bereichen. Wir sind froh, mit der EnBW-Bodenseetour einen positiven Beitrag im Tischtennissport leisten zu können und gemeinsam mit den TTF Liebherr Ochsenhausen ein Event anzubieten, das Kinder und Jugendliche begeistert und motiviert. Wir freuen uns, dass dies so gut angenommen wird und zwei benachbarte Tischtennisbezirke, sowie Groß und Klein, aber auch Sport und Politik, zusammen kommen.

 

Die EnBW und der Tischtennisverband haben sich beide die Jugendförderung im Sport auf die Fahne geschrieben. Welche Bedeutung haben solch engagierte Vereine wie Oberteuringen und Allensbach sowie der Bezirk Allgäu-Bodensee für Ihr Engagement im Bodenseekreis?

Vereine, die sich engagieren und mit Herzblut bei der Sache sind, sind sehr wichtig – ohne sie wäre eine Umsetzung mit diesem Erfolg nicht möglich. Die Unterstützung durch Vereine ist das A und O für eine gelungene Veranstaltung. Es fängt schon bei der Ausrichtersuche für die Vorentscheide an, geht über das Einladungsverfahren vor den Terminen und endet mit dem Fahren und Betreuen der Kinder zum und beim Turnier. Insbesondere beim Einladungsverfahren sind wir auf den ausrichtenden Verein angewiesen. Es liegt in seiner Verantwortung, die Jugendabteilungen des Bezirks (oder sogar über den Bezirk hinaus) zu erreichen und einzuladen – das ist nicht immer so einfach. Sowohl der SV Allensbach als auch der SV Oberteuringen haben ein sehr gutes Netzwerk und konnten dieses Jahr durch eine gute Kommunikation insgesamt 140 Teilnehmer für die Vorentscheide gewinnen. Wir sind froh, dass diese beiden Vereine dieses Jahr mit im Boot waren. Der SV Allensbach war sogar bei  jeder EnBW-Bodenseetour dabei und hat somit fünf Vorentscheide ausgerichtet. Ein Partner auf den wir seit der ersten Stunde dieser Veranstaltungsreihe zählen können – das ist sehr wichtig.

 

Wie sehen Sie die Zukunft der EnBW-Bodenseetour?

Die EnBW-Bodenseetour veranstalten wir nun zum 5. Mal, sprich seit 5 Jahren. Es ist beeindruckend wie schnell sich diese Veranstaltungsreihe in der Region etabliert hat und die Eltern, Vereine und Kinder auf eine Weiterführung hoffen. Aktuell überlegen wir  gemeinsam mit den TTF Liebherr Ochsenhausen, ob es eine Möglichkeit gibt, neue Impulse zu setzen. Wir glauben, es könnte für den Nachwuchs spannend sein, über ein neues Format den Bundesligaprofis zu begegnen und etwas Neues, Frisches zu erleben. Bisher ist aber noch nichts festgelegt – lassen wir uns überraschen!

 

Christhart Kratzenstein, Bezirksjugendwart Allgäu-Bodensee
Erst einmal grundsätzlich. Es gibt ja aktuell die EnBW Bodenseetour und die EnBW-Regiotour. In beiden Turnierserien finden Qualifikationsturniere bei uns im Bezirk statt. Die EnBW-Regiotour betrifft laut EnBW mehr den Kreis Ravensburg, die Bodenseetour den Kreis Friedrichshafen. Allerdings nehmen wir dies da nicht so genau. In die Planung der Bodenseetour wurde ich von Frau Hein in diesem Jahr zum ersten Mal stärker integriert. Bei der Regiotour bin ich eigentlich noch komplett  außen vor.
Wir haben die Termine in Absprache mit Ochsenhausen festgelegt und die Termine unserer Ranglisten auch entsprechend berücksichtigt. Einen mussten wir dann noch verlegen. Beim Quali-Turnier in Oberteuringen habe ich die Turnierleitung übernommen und das Turnier mit MKTT durchgeführt.

Generell ist die Turnierserie eine gute Idee, da es für die Kinder toll ist, wenn sie einmal mit Bundesligaspielern spielen können. Dennoch sehe ich es auch kritisch, da es Kinder gibt die an dieser Serie teilnehmen und an den Bezirksturnieren leider nicht. Das heißt es ist durchaus auch eine Konkurrenz dadurch vorhanden. Toll wäre es aus meiner Sicht, wenn man die Ranglisten oder Meisterschaften mit EnBW und den TTFLO verbinden könnte. Dies ist aber nur sehr schwer möglich, da die EnBW ja die Turnierserie logischerweise nach Ihrer regionalen Einteilung durchführt und in Gegenden, in denen sie gar nicht oder kaum tätig ist (Lindau, Bayern oder auch in Friedrichshafen) solche Veranstaltungen nicht durchführen können oder wollen. Außerdem sind die Termine der TTFLO natürlich auch nicht so einfach dazu zu koordinieren.

Ich habe mit Frau Hein auch schon letztes Jahr über Verbindungen gesprochen. Wir haben aber da keine Lösung für gefunden und hatten uns dann darauf geeinigt,  uns besser abzusprechen. Dies hat dieses Jahr hervorragend geklappt. Wie es weitergeht, liegt auch erstmal an der EnBW. Ich bin aber guter Dinge, dass wir im Dialog eine gute Lösung finden werden.
 

 Bernd Bargheer, 1. Vorstand der TTF 81 Schomburg

Das Finale der EnBW-Bodenseetour 2014 hatte heute in Markdorf vor dem Bundesligaspiel einen tollen Rahmen. Die Qualifikation wurde in Oberteuringen und in Allensbach gespielt mit insgesamt 140 Kindern gespielt. Wer kam auf Ihren Verein zu, um dieses tolle Jugendevent durchzuführen und welches Konzept liegt der Turnierserie zugrunde?

Anastasia Hein von der EnBW und die TTF 81 Schomburg haben seit der 2. EnBW-Bodenseetour (damals in Langenargen) immer wieder Kontakt. Ich versuche, sie bei der Ausrichtersuche im TT-Bezirk Allgäu Bodensee zu unterstützen, ebenso wie auch Chris Kratzenstein. Schwierig gestaltet sich dabei immer wieder die Suche nach einem Ausrichter und der entsprechenden Halle. Dabei wurde der Vorentscheid in Oberteuringen in diesem Jahr von allen Seiten als besonders gelungen bezeichnet (Ausrichter, Durchführung, Turnierleitung, etc.). Die Unterlagen über "Konzept und Anforderungen" hänge ich dieser E-Mail an.  

Sehen Sie die Serie als Konflikt oder als gute Ergänzung zu den Bezirksmeisterschaften/-ranglisten und welcher Mehrwert wird erreicht?

Auf jeden Fall als gute Ergänzung zu den Bezirksturnieren. Gerade auch für Einsteiger/Anfänger, da die EnBW-Touren nicht TTR-relevant sind. Zum anderen kommen die Kinder und Jugendlichen hier auch Kreis übergreifend zusammen. Als Konflikt sehe ich nur die Terminfindung, da die EnBW-Touren ja nicht in unserem Rahmenterminplan auftauchen und man sich ja auch mit den Profis der TTF abstimmen muss.  

Hat Ihr Verein oder Vereine der Umgebung mit der Turnierserie im Hinblick auf die Jugendarbeit etwas gewonnen? Konkret: Sind Jugendliche neu in die Vereine gekommen oder haben ihre Bindung zum Wettkampfsport verstärkt?

Ja, es sind neue Kinder in den Verein gekommen, aber natürlich nicht nach jeder Tour (das wäre zu schön und doch etwas einfach bei der Mitgliedergewinnung). Aber Teilnehmer erzählen immer noch davon, wie man mit den Profis spielen und reden konnte, sich Autogramme holen und gemeinsame Fotos machen konnte. Wo kommt man sonst so nah an Profis heran. Und einige Jugendliche aus Schomburg fahren regelmäßig mit mir zu den Heimspielen der TTF nach Biberach. 

Welches war Ihr persönliches Highlight im Rahmen der diesjährigen EnBW-Tour?

Zweifelsohne das Finale in Markdorf mit der Begegnung gegen den Tabellenführer, auch wenn das Ergebnis mit 0:3 etwas zu deutlich ausfiel. Und mit Ruwen Filus war ja auch noch ein ehemaliger TTF-Spieler dabei, der bestens aufgelegt war. Es waren immer wieder tolle Ballwechsel geboten, die das Publikum mitrissen. Die Stimmung in Markdorf ist in dieser tollen Halle sowieso einmalig.

Wie sieht die Zukunft der EnBW-Bodenseetour aus?

Das können wohl nur die EnBW und die TTF sagen. Es wäre aber sehr wünschenswert, wenn man den TT-Nachwuchs auch weiterhin so ein Jugend-Turnier mit Profikontakt in der Region Bodensee/Allgäu anbieten könnte. Es gibt ja noch die Paralleltour mit dem Namen EnBW-Regiotour in den Sportkreisen Biberach und Ravensburg.

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