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b_350_250_16777215_00_images_alt_phocagallery_Katharina_Binder-TTG_Süssen-02.jpg388 Teilnehmer, knapp 900 Spiele, insgesamt 20 Stunden Tischtennissport und 40 Helfer – das waren die nackten Zahlen, die die diesjährigen württembergischen Jahrgangseinzelmeisterschaften in Herrenberg umschrieben. Doch das zweitägige Mammutturnier, das vom gastgebenden VfL Herrenberg und zwei erfahrenen Turnierleitern professionell über die Bühne gebracht wurde, bot weit mehr als nur statistische Werte. In der Markweghalle wurde hochklassiger Tischtennissport vom Verbandsnachwuchs abgeliefert – Tischtennis mit hoher Qualität, viel Leidenschaft und zuweilen großer Emotion.

Am ersten Turniertag waren es die „Älteren“ des württembergischen Tischtennis-Nachwuchs, die vor stattlicher Kulisse um Pokale und Medaillen schmetterten. In den U18-Konkurrenzen waren es erwartungsgemäß die Spieler aus den Regionalliga-Teams ihrer Vereine, die die Akzente setzten. Dennis Klein vom TTC Bietigheim-Bissingen und Tom Mayer von der TSG Heilbronn übersprangen mit Leichtigkeit die Vor- und Zwischenrunde und wurden erst im Halbfinale gefordert. Klein setzte sich dabei in vier Sätzen gegen Vereinskamerad Marco Golla durch und Linkshänder Tom Mayer triumphierte in drei Sätzen über den Stuttgarter Gabriel Gaa. Im Endspiel gelang es Mayer nur in den ersten beiden Sätzen, dagegen zu halten, mit 11:9, 4:11, 11:2 und 11:1 setzte sich Jugend-Nationalspieler Dennis Klein am Ende doch noch standesgemäß durch. Im Doppel-Wettbewerb führte kein Weg an Dennis Klein/Marco Golla vorbei, die auf dem Weg zum Titel nur einen Satz abgaben. Das Finale gewannen die beiden Bietigheimer mit 11:8, 11:4 und 13:11 gegen Tom Mayer/Manuel Drauz (Heilbronn). In Abwesenheit von Nationalspielerin Julia Kaim waren bei den Mädchen Katharina Binder von Regionalligist TTG Süßen und Alina Welser von Oberligist TSV Herrlingen II die topgesetzten Spielerinnen. Die beiden wurden ihrer Favoritenrolle bis zum Finale auch gerecht, wenngleich Alina Welser in einem sehenswerten Halbfinale nur hauchdünn gegen Ronja Mödinger (Sportbund Stuttgart) die Oberhand behielt. Nach vier Sätzen im Endspiel durfte sich Katharina Binder über den Titelgewinn freuen. Dieser blieb ihr im Doppel an der Seite von Vereinskollegin Denise Ihrig verwehrt, hier hatten Annika Hertkorn und Lena Walkenhorst (TTC Mühringen/SSV Schönmünzach) nach drei Sätzen die Nase vorn.

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Dennis Klein (TTC Bietigheim-Bissingen)

Bei den U15-Jungs kam es zu einem vereinsinternen Endspiel zwischen den beiden Bietigheimern Kai Kilian und Kim-Constantin Weinberger. In der Vorschlussrunde hatten sie sich gegen Nico Wenger vom Verbandsklasse-Team der SF Schwendi und Lokalmatador Piet Herr vom VfL Herrenberg durchgesetzt. Kai Kilian verbuchte im Endspiel mit 14:12 im fünften Satz das bessere Ende für sich. Zusammen jubelten die beiden Finalgegner auch im Doppel. Zwar hatten sie auf dem Weg zum Titel einige heikle Situationen zu überstehen, letzten Endes setzten sich die Bietigheimer aber durch – im Endspiel unterlagen Tom Duffke/Lukas Uhlmann (SC Staig) nur knapp. Mit der unkonventionellen Spielweise von Materialspielerin Kristin Timmann kamen ihre Gegnerinnen in der U15-Konkurrenz nicht zurecht. Ohne Satzverlust holte sich die Frickenhausenerin den Titel. Im Doppel an der Seite der Reichenbacherin Laura Köngeter schaffte sie ebenfalls den Sprung ins Endspiel, dort jubelte nach vier hartumkämpften Sätzen das Schwarzwald-Duo Lena Gaiser/Hannah Sauter (SSV Schönmünzach/TTC Mühringen).

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Kai Kilian (TTC Bietigheim-Bissingen)

Die Talente aus dem gastgebenden Bezirk Böblingen hatten die Wettbewerbe der U14-Altersklasse fest im Griff. Mika Pickan vom VfL Sindelfingen und Alina Frey vom TTV Gärtringen wurden gleich zweifache württembergische Meister. Mika Pickan gewann das Einzelendspiel gegen Dominic Siebel (TSG Heilbronn) in vier Sätzen, Alina Frey setzte sich gegen Kristin Fabriz aus Neckarsulm mühelos mit 3:0 Sätzen durch. Im Doppel wurden Mika Pickan und Vereinskollege Sven Stolz ihrer Favoritenrolle gerecht, den einzigen Satzverlust setzte es im Endspiel gegen Alex Resch/Dominic Siebel (Heilbronn). Alina Frey und Michelle Phan von Tischtennis Schönbuch waren nach einem Fünfsatzerfolg über Nina Feil/Julia Schneider (TSV Untergröningen/TSV Westhausen) obenauf.

Am Sonntag zeigten die jüngeren Jahrgänge, zu welchen Leistungen sie bereits im Stande sind. In der Konkurrenz der Jungen U13 gehörten Marc Hingar (TTC Bietigheim-Bissingen) und Moritz Kouril (SpVgg Gröningen-Satteldorf)  schon vor den ersten Ballwechseln zu den Mitfavoriten auf den Titel. Während Kouril mit jeweils glatten 3:0-Siegen den Sprung ins Finale schaffte, waren bei Marc Hingar 3:1-Siege an der Tagesordnung. In einem der spannendsten Endspiele dieser Meisterschaften hatte dann Marc Hingar mit 6:11, 11:6, 8:11, 11:7 und 12:10 das bessere Ende für sich. Im Doppel musste Hingar dann seinem Widersacher aus dem Einzel den Vortritt lassen. Moritz Kouril gewann mit Partner Florian Herrmann (SV Westgartshausen) gegen Marc Hingar mit Partner Felix Schötz (SV Salamander Kornwestheim). Bei den U13-Mädchen war Antonia Walkenhorst, Tochter von Turnierleiterin Ute Walkenhorst, in der Einzelkonkurrenz nicht zu schlagen. Die Spielerin des SSV Schönmünzach gewann das Endspiel gegen Bezirkskollegin und Trainingspartnerin Evdokia Yankova vom CVJM Grüntal in drei Sätzen. Im Doppel waren Anna Kandler/Annika Polinski (beide TSG Steinheim/Murr) eine Klasse für sich, mit nur einem verlorenen Satz holten sie sich den Titel.

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Antonia Walkenhorst (SSV Schönmünzach)

Württembergische Meister in der U12-Jugend wurden Tim Kitovnica (DJK Sportbund Stuttgart) und die topgesetzte Hanna Hörndl (TTC Birkenfeld). Im Doppel jubelten derweil andere. Tobias Schmidt/Alexander Haug (TV Oppenweiler/TV Murrhardt) holten sich die Goldmedaille bei den Jungs, bei den Mädchen jubelten am Ende Helen Fruh/Felicia Behringer (SpVgg Oedheim/NSU Neckarsulm).

Großen Kampfgeist zeigten bereits die Talente in Altersklasse U11. Paradebeispiel hierfür war das hartumkämpfte Viersatzspiel im Halbfinale zwischen Ramona Betz (NSU Neckarsulm) und Annett Kaufmann vom TTC Bietigheim-Bissingen. Die beiden Youngsters lieferten sich ein emotionsgeladenes Spiel, in dem jeder Punktgewinn gestenreich und frenetisch bejubelt wurde. Ramona Betz war hier etwas nervenstärker, im Endspiel beim 3:0 gegen Lisa Eckhardt (TSV Weilheim/Teck) hatte sie es etwas leichter. Bei den U11-Jungs war der Reutlinger Jan Moritz Lamparter obenauf, nach fünf Sätzen hatte er gegen Tobias Tran (SV Lippach) den Titel eingefahren. Die Doppeltitel gingen an Lea Lachenmayer/Lisa Eckhardt (TTC matec Frickenhausen/TSV Weilheim/Teck) sowie Paul Kilian/Simon Kouril (TSV Markelsheim/SpVgg Gröningen-Satteldorf).

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Ramona Betz (NSU Neckarsulm)

Die ausrichtende Tischtennis-Abteilung des VfL Herrenberg zog ein durchweg positives Fazit nach der zweitägigen Großveranstaltung. Abteilungsleiter Franz Sebastian: „Ein besonderes Lob gebührt der Turnierleitung um Ute Walkenhorst und Jan Armbruster. Die beiden haben nervenstark jede Herausforderung gemeistert und sorgten für einen reibungslosen Turnierverlauf. Aber auch unser Organiationsteam mit einer gesunden Mischung aus erfahrenen und jungen Mitgliedern hat einen Super-Job gemacht.“ Dass sich das eingespielte Turnierleitungsteam aus dem Schwarzwald in Herrenberg so wohlfühlte, könnte auch an einer Aktion des Abteilungsleiters gelegen haben: Franz Sebastian hatte im Vorfeld noch für eine passende Sitzgelegenheit gesorgt. Statt zweier sperriger Stühle aus der Halle konnte die Turnierleitung auf zwei bequemen Bürostühlen aus der Arztpraxis von Franz Sebastian Platz nehmen. Oftmals sind es nur Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen.

Zu den Ergebnissen

Bericht: Thomas Holzapfel
Fotos: Volker Arnold

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