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Tischtenb_350_250_16777215_00_images_Felix_Traub-02.jpgnis-Deutschland schaut am kommenden Wochenende nach Baden-Württemberg – genau genommen ins Hohenlohische, wo die Tischtennis-Abteilung des TSV Neuenstein Gastgeber und Durchführer des Top12-Bundesranglistenfinales der U18- und U15-Jugend ist. Im Vorfeld dieser prestigeträchtigen Veranstaltung, bei der sich die 48 besten nationalen Jugendspieler und –spielerinnen treffen, unterhielten wir uns mit dem stellvertretenden Abteilungsleiter Felix Traub (Bild).

Redaktion: Wie groß ist die Tischtennis-Abteilung des TSV Neuenstein?

Felix Traub: Unsere Abteilung hat etwa achtzig aktive Spieler. In puncto Mannschaftsanzahl gehören wir sicherlich schon zu den größeren Vereinen. Wir gehen derzeit mit sechs Herrenteams, fünf Jungen-U18-Mannschaften und zwei Mädchenmannschaften im Punktspielbetrieb an den Start. Die beiden besten Jungenteams spielen derzeit in der Bezirksliga, da sind einige gute Talente dabei. Die Mädchen werden bald in einer Damen-Mannschaft spielen.

Redaktion: Wie gelang es euch, den Zuschlag für dieses hochrangige Ranglistenturnier zu erhalten?

Felix Traub: Unsere Abteilung hat bereits eine gewisse Erfahrung, was die Organisation und die Durchführung derartiger Großveranstaltungen angeht. Nach der offiziellen Ausschreibung des Landesverbands, der auf der Suche nach potenziellen Ausrichtern war, haben wir uns im Ausschuss zusammengesetzt und uns nach kurzer Überlegung dafür entschieden, unseren Hut in den Ring zu werfen. Es freut uns natürlich, dass wir dann auch prompt die Zusage erhalten haben.  

Redaktion: War das eine spontane Entscheidung?

Felix Traub: Wir haben uns die Sache schon sehr reiflich überlegt, da wir von vergangenen Veranstaltungen wissen, welch großer Aufwand dahinter steckt. Ein großes Helferteam ist gefragt, im Prinzip muss die gesamte Abteilung mitziehen. Einige Mitglieder müssen dafür Urlaub nehmen. Bei uns kommt hinzu, dass wir im Februar einen Vereinsausflug geplant haben, der natürlich auch Ressourcen in Anspruch nimmt. Weil wir wissen, dass wir ein engagiertes Team haben, haben wir uns schlussendlich für eine Bewerbung entschieden.

Redaktion: Welche Veranstaltungen habt ihr in der Vergangenheit bereits durchgeführt?

Felix Traub: Bereits zwei Mal waren wir Durchführer der Deutschen Behindertenmeisterschaften, 2009 wurden die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend in Neuenstein ausgetragen. Ein weiterer Höhepunkt war zweifelsohne die deutsche Schülerrangliste vor fünfzehn Jahren, bei der Dimitrij Ovtcharov den dritten Platz belegte. Inzwischen ist er bekanntlich Europameister. Wir freuen uns natürlich, dass wir am kommenden Wochenende wieder im Blickpunkt des deutschen Tischtennisnachwuchs stehen und sind gespannt, welche Talente diesmal auf dem Podest stehen.

Redaktion: Was gab es im Vorfeld des Ranglistenturniers zu beachten?

Felix Traub: Mit unserem sechsköpfigen Ausschuss sind wir im Prinzip seit gut einem Jahr im regelmäßigen Austausch, zuletzt gab es wöchentliche Treffen. Jedes Ausschussmitglied ist für einen bestimmten Bereich verantwortlich, beispielsweise für die allgemeine Ausstattung der Halle, das Catering, das Sponsoring, die Öffentlichkeitsarbeit, die Erstellung des Programmheftes und vieles mehr. Ich denke, wir haben die Aufgabenbereiche gut gegliedert. Je nach Aufgabengebiet gibt es natürlich zu unterschiedlichen Phasen der Vorbereitung mehr oder weniger zu tun.  

Redaktion: Gibt es irgendetwas Spezielles, das ihr auf die Beine stellen musstet?

Felix Traub: Nein, wir sind im Grunde mit den Standardaufgaben gut beschäftigt und wollen das so gut wie möglich machen. Im Endeffekt hoffen wir, dass wir mit der Veranstaltung im Ganzen überzeugen können.

Redaktion: Rein sportlich gesehen: Welche Spieler erwartet ihr beim Turnier weit vorne?

Felix Traub: Ich gehe davon aus, dass einige Talente aus dem Team Baden-Württemberg weit vorne landen werden. Allen voran natürlich Kay Stumper, der bei den Schülern zu den Topfavoriten gehört. Aber auch bei den U15-Schülerinnen haben wir ja bekanntlich mindestens drei heiße Eisen im Feuer. Die bessere soll sich einfach durchsetzen. Besonders gespannt sind wir in Neuenstein natürlich auf das Abschneiden von Lokalmatador Tom Mayer im U18-Wettbewerb. Zu Tom haben wir ein besonders gutes Verhältnis. Ich habe beispielsweise viel mit ihm in Heilbronngemeinsam trainiert. Da wir uns sehr gut kennen, fiebern wir bei seinen Spielen natürlich besonders mit.

Text: Thomas Holzapfel

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