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Während in den Verbandsspielklassen bislang spätestens am letzten Spieltag, oftmals aber auch schon früher, die Entscheidung über Auf- und Abstieg fiel, blieb es in vielen Bezirken auch danach weiter spannend: in der Relegationsrunde können die Tabellenzweiten einen Startplatz für die höhere Liga ergattern, der (im Normalfall) Tabellenachte versucht dagegen, seinen Platz in der Spielklasse zu verteidigen. Zukünftig bleibt dieses zusätzliche Spannungsmoment nicht mehr nur den Bezirksspielklassen vorbehalten. Durch die Einführung von Relegationsspielen in den Verbandsspielklassen erlangt der Kampf um Platz zwei auch hier eine neue Bedeutung, so dass auch bei einer früh als Meister feststehenden „Übermannschaft" sich die weiteren Spiele nicht nur um die sprichwörtliche goldene Ananas drehen.

In welchen Spielklassen?

Die Anregung zur Einführung von Relegationsspielen auf Verbandsebene kam aus dem Bezirk Esslingen. Der für die Verbandsspielklassen zuständige Fachausschuss Erwachsenensport schloss sich diesem Vorstoß an und ein entsprechender Antrag zur Änderung der Wettspielordnung stieß beim Verbandsausschuss im Juni auf große Zustimmung. So finden erstmalig nach der aktuellen Spielzeit 2014/15 in allen Verbandsspielklassen mit einer Sollstärke von 10 Mannschaften – also in allen Herren-Spielklassen und in der Verbandsliga Damen – Relegationsspiele zwischen diesen und den jeweils regional zugeordneten Gruppen der nächstunteren Spielklassen statt. Bei den Herren gibt es also beispielsweise eine Relegationsrunde zwischen der Landesliga Gr. 2 und den Bezirksligen Gr. 3 und 4, ebenso zwischen der Bezirksliga Gr. 6 und den Bezirksklassen Böblingen und Schwarzwald. Bei den 8er-Ligen der Damen-Spielklassen unterhalb der Verbandsliga würden bei einem Auf- und zwei Absteigern mit Einführung einer Relegationsrunde im Extremfall lediglich drei Mannschaften in der Liga verbleiben – dieser Umbruch erschien zu groß, so dass hier bewusst auf die Einführung einer Relegationsrunde verzichtet wurde.

Welche Mannschaften nehmen an der Relegationsrunde teil?

Teilnehmer der Relegationsspiele sind der „schlechtest platzierte Nichtabsteiger" einer Spielklasse sowie die Tabellenzweiten der entsprechenden Gruppen der nächstunteren Spielklasse. Diese auf den ersten Blick vielleicht umständlich erscheinende Formulierung gewährleistet, dass in einer 10er- oder 11er-Gruppe der Tabellenachte an der Relegation teilnimmt, in einer 12er-Gruppe (Abstieg: Platz 10 bis 12) dagegen der Neunte, usw., ohne dass diese Fälle im Einzelnen genannt werden müssen. Die Relegationsspiele gelten als Fortsetzung der Rückrunde, so dass die Teilnahme an den Relegationsspielen erwartet wird und ein Nichtantreten die gleichen Konsequenzen nach sich zieht wie in der normalen Spielrunde. Aus der Teilnahmeverpflichtung kann sich eine Mannschaft nur lösen, indem sie bis zum letzten Spieltag der Rückrunde gegenüber dem Beauftragten Mannschaftssport explizit und von sich aus den Verzicht der Teilnahme an der Relegationsrunde erklärt. In diesem Fall büßt sie allerdings auch das Recht auf Nachrücken in die obere Spielklasse ein, falls diese im Zuge der Spielklasseneinteilung auf Sollstärke aufgefüllt werden muss.

Welches Austragungssystem wird angewendet?

Die Relegationsrunde wird, wie in der Regional- und Oberliga, im System „Jeder-gegen-Jeden" ausgetragen. Dabei kommt natürlich für jeden einzelnen Mannschaftskampf das Spielsystem zum Tragen, nach dem in der regulären Runde gespielt wird. Wichtig ist, dass jeder Mannschaftskampf in der Relegationsrunde als separater Einsatz gilt, mit den entsprechenden Konsequenzen für die Stammspielerregelung und die Beteiligung von Jugendersatzspielern. Ein Jugendersatzspieler kann also insgesamt nur viermal eingesetzt werden, Rückrunde und Relegationsspiele zusammengenommen.

Wann und wo finden die Relegationsspiele statt?

Die Wettspielordnung legt nur den grundsätzlichen Rahmen für die Relegationsrunde fest. Die weiteren Details zur Organisation und Durchführung festzulegen obliegt dem Fachausschuss Erwachsenensport, der die betroffenen Mannschaften rechtzeitig informieren wird. Ein wesentliches Detail steht allerdings bereits heute schon fest: der Austragungstermin. Die Entscheidungen in der Relegation fallen am Samstag, den 09.05.2015, und somit am selben Wochenende wie auf DTTB- und Bezirks-Ebene. Halten Sie sich also diesen Termin unbedingt frei, falls Sie als Tabellenzweiter auf die Teilnahme an der Relegation hoffen, auf den unteren Tabellenrängen den Gang in die Relegation befürchten, oder einfach als Anhänger unseres Sportes sich dieses spannende Highlight nicht entgehen lassen möchten! Um den Entscheidungen einen angemessenen Rahmen zu bieten, sollen die Relegationsspiele der Verbandsligen bis Landesligen zentral an zwei Orten im Verbandsgebiet stattfinden. Relegationsspiele zwischen Bezirksligen und Bezirksklassen sollen dagegen, aufgrund des engen geographischen Einzugsgebietes, dezentral ausgetragen werden. Eine Ausschreibung zur Vergabe der Veranstaltungen folgt, sobald die Details feststehen.

… und in den Bezirken?

Abschließend sei der Vollständigkeit halber noch darauf hingewiesen, dass dieser Relegationsmodus nur für die Verbandsspielklassen gilt. Den Bezirken steht es weiterhin frei, den Modus für die Relegationsrunden in ihren Spielklassen selbst festzulegen. Allerdings wäre es im Hinblick auf die Außenwirkung unseres Sportes natürlich wünschenswert, wenn mittelfristig derselbe Modus von oberster bis unterster Ebene Anwendung finden würde.

Artikel erschienen im TTJ 05/2014

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