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Mit der „Boygroup“ zu ungeahnten Höhenflügen?

Erneut beim Pokalfinale dabei ist der TTC matec Frickenhausen, der trotzdem unter ganz anderen Voraussetzungen den Wettbewerb angeht als vor knapp zwölf Monaten. War es zuletzt die zweite Mannschaft des TTC, die in der Stuttgarter Porsche-Arena mit einem couragierten Auftritt die Herzen der Zuschauer eroberte, so kommt nun Frickenhausens Topteam zum Zuge. Mit einer jungen Mannschaft will man im Viertelfinale den leicht favorisierten Bremern Paroli bieten.

Der TTC matec Frickenhausen präsentiert sich zur Zeit als „Boygroup“ des deutschen Tischtennissports. 17 Jahre jung ist Koki Niwa, die neue Nummer eins im Tälesclub. Der japanische Senkrechtstarter wurde im letzten Jahr Junioren-Weltmeister, nahm an den Olympischen Spielen in London teil und wird derzeit als Nummer 18 in der Weltrangliste geführt. „Ein gefährlicher Linkshänder mit extrem guten Nerven, der sich in der Bundesliga schon richtig gut eingelebt hat“, findet TTC-Vizepräsidentin Stephani Sterr lobende Worte für den Neuzugang. Zweiter Japaner im Team ist Kenta Matsudaira (21), der bislang allerdings nur sporadisch zum Einsatz kam und wohl auch in Stuttgart nicht spielen wird – zumal sowieso nur ein Nicht-EU-Ausländer spielberechtigt ist. Der Ex-Hanauer Steffen Mengel, mit 24 Jahren der „Oldie“ im Frickenhausener Team, sowie der gebürtige Chinese Yang Wang (19) mit seinem attraktiven Abwehrspiel komplettieren das Trio, das sich im Stuttgarter Viertelfinale erst einmal mit dem Bundesligazweiten Werder Bremen auseinandersetzen muss. Obwohl es in der Liga ein glattes 0:3 in Bremen setzte, geht das zweite Team aus dem „Ländle“ nicht chancenlos in die Partie. Stephani Sterr: „In Bremen fehlten unsere Spitzenspieler. Nun denken wir, dass das Spiel unsererseits deutlich offener gestaltet werden kann.“ Sterr hofft mit den Vereinsverantwortlichen in Stuttgart auf eine ähnliche Leistungsexplosion wie zu Beginn der Bundesligasaison, als man in Saarbrücken mit 3:2 gewann und in Herne gleich nachlegte.

Einen weiteren Grundstein für ein erfolgreiches Abschneiden sollen natürlich die treuen Fans des TTC legen. „Wir sind in diesem Jahr die Grünen“, sagt die Vizepräsidentin, angespielt auf die „gelbe Wand“ des lokalen Konkurrenten aus Plüderhausen. „Unser Hauptsponsor unterstützt unsere Anhänger in diesem Jahr mit Fan-T-Shirts. Im Vorfeld haben wir zudem kräftig die Werbetrommel gerührt, um die Anhänger zu mobilisieren. Das Pokalfinale in Stuttgart ist schließlich etwas ganz Besonderes.“ Leichte Bedenken äußert Stephani Sterr hinsichtlich der Terminvergabe: „Ich bin mir nicht sicher, ob die Tage vor Silvester eine glückliche Lösung für die Zuschauer darstellen. Ungeachtet dessen hoffen wir mit unserem Team, auch am zweiten Tag noch aktiv ins Geschehen eingreifen zu können.“

Text: Thomas Holzapfel (Ressortleiter Medien)

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