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Mit Timo Boll winkt der 60. Titel in der Vereinsgeschichte

Foto: Volker ArnoldMit 59 Titeln auf nationaler und internationaler Ebene ist Borussia Düsseldorf die erfolgreichste Tischtennis-Vereinsmannschaft Europas. Seit 1967 ununterbrochen in der Bundesliga tätig, wurden 25 deutsche Meisterschaften eingefahren und zwanzig Mal wurde der Pokal gewonnen. Da verwundert es nicht, dass die Verantwortlichen bei der Borussia sich nicht davor scheuen, die Favoritenrolle beim Stuttgarter Pokalfinale anzunehmen. Der Titel soll her!

Die Zwischenbilanz der laufenden Saison kann derzeit bei den Düsseldorfern kaum besser ausfallen. In der Bundesliga sicherte sich das Team um Trainer Danny Heister durch ein knappes 3:2 über den 1. FC Saarbrücken die Herbstmeisterschaft, in der Champions League qualifizierten sich die Rheinländer als Gruppensieger für das Viertelfinale. „Wir sind gut in der Spur“, sagt dann auch Manager Andreas Preuß, der jedoch weiß, dass auf die Borussia einige große Hürden warten. Da wäre zum einen die Dauerbelastung, der sich sein Team seit einigen Monaten wohl wie kein anderes stellen muss. Timo Boll weilte seit Sommer bereits fünf Mal in China, kurz vor Weihnachten war der Rekordmeister beim neu ins Leben gerufenen „European Super Cup“ im russischen Orenburg zugange. „Zuletzt profitierten wir alle vom unglaublichen Pensum von Timo Boll, der in der Vorrunde vier Mal in der Bundesliga eingesetzt wurde. Wenn alle Spieler fit sind, werden wir in Stuttgart schwer zu schlagen sein“, sagt Andreas Preuß, der wie seine Vereinskollegen froh ist, dass man im Gegensatz zum letzten Pokalfinale über mehrere einsatzfähige Spieler verfügen wird. So hatte die Borussia in der Vorsaison 450 Krankentage zu verzeichnen. Timo Boll hatte zum Zeitpunkt der Stuttgarter Pokaltage mit einem mysteriösen Virus zu kämpfen, der Arzt gestattete ihm keinen Einsatz. Ohne Boll setzte es im Viertelfinale eine 1:3-Niederlage gegen Saarbrücken. Diesmal dürfte feststehen, dass Timo Boll nicht nur zum Autogrammeschreiben in der Porsche-Arena erscheinen wird. „Wir wollen unbedingt Pokalsieger werden, ohne Wenn und Aber, somit planen wir auf jeden Fall mit dem Einsatz von Timo“, macht der Manager den Tischtennisanhängern aus Nah und Fern Hoffnung.
 

Foto: Düsseldorf Homepage

Die Spieler wollen den 60. Titel (Foto: Borussia Düsseldorf)

Keine Jubelarien löste bei den Vereinsverantwortlichen die Auslosung aus. Gleich im ersten Spiel bekommt es die Borussia mit Pokalverteidiger 1. FC Saarbrücken zu tun. „Das ist wirklich ein Hammerlos“, zeigte sich Andreas Preuß auch nicht gerade erfreut über die Tatsache, dass Timo Boll & Co. von Beginn an voll gefordert sein werden. Eine Leistungssteigerung erhofft sich Preuß von Christian Süß und Patrick Baum, die in der ersten Saisonhälfte nur zeitweise ihr gesamtes Potenzial ausschöpften. Deswegen ist sich Andreas Preuß sicher, dass im Pokal vornehmlich die Tagesform entscheiden dürfte: „Wenn wir den Pokal nach Düsseldorf zurückholen wollen, müssen wir alle auf den Punkt topfit sein.“ Schließlich will die Borussia in der Porsche-Arena den 60. Titel der Vereinsgeschichte einfahren.

Text: Thomas Holzapfel (Ressortleiter Medien)

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