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Das Pokalfinale als willkommene Abwechslung zum Bundesliga-Alltag

Mit großer Vorfreude geht Bundesligist TTC Ruhrstadt Herne in das Stuttgarter Pokalfinale. Im Vorjahr scheiterte das Team um Spitzenspieler Kim Jung Hoon nur knapp im Achtelfinale am Ligakonkurrenten SV Werder Bremen, nun wurde mit einem (anfangs mühsamen) Erfolg bei Zweitligist TTC Altena die Fahrkarte nach Stuttgart gelöst. Nun ist man nicht nur in Herne gespannt darauf, ob das Team aus dem nördlichen Ruhrgebiet im Schwabenland für sportliches Aufsehen sorgen kann.

Freilich, der erste Gegner könnte dem TTC liegen. Immerhin geht es im Viertelfinale gegen den TTC RS Fulda-Maberzell, den man noch vor wenigen Wochen in der Bundesliga etwas überraschend mit 3:0 in deren Halle in die Knie zwingen konnte. „Wir rechnen allerdings mit deutlich mehr Gegenwehr der Fuldaer, die uns im Bundesligaspiel womöglich etwas unterschätzt hatten und nun sicherlich auf Wiedergutmachung aus sein werden“, weiß Hernes Geschäftsführer Arthur Schemp die Lage realistisch einzuschätzen. Allerdings glaubt Schemp an die 50:50-Chance in einem „voraussichtlich offenen Spiel, bei dem der Ausgang der Partie nicht vorherzusagen ist“ (Schemp).

Foto: Thomas Schild

Jung Hoon Kim ist die Nummer 1 des TTC Ruhrstadt Herne (Foto: Thomas Schild)

Die Pokaltage von Stuttgart sollen für den TTC in gewisser Weise auch Balsam auf die geschundenen Seelen sein, die man zuletzt in der Bundesliga erlitt. Am letzten Vorrundenspieltag setzte es vor dreihundert Zuschauern eine 2:3-Niederlage gegen den ebenfalls abstiegsgefährdeten TTC Zugbrücke Grenzau. Es war das erste Spiel, in dem das Team aus Herne über die volle Fünfspieledistanz ging. Am Ende zog Lars Hielscher gegen Grenzaus Zoltan Fejer-Konnerth nach vier hartumkämpften Sätzen den kürzeren. Seitdem ist man in Herne am Tabellenende positioniert, will aber deshalb noch nicht klein beigeben. Arthur Schemp: „In der Vorrunde waren wir nicht gerade vom Glück verfolgt, vor allem die zeitweiligen Ausfälle von Kim Jung Hoon und Lars Hielscher setzten uns zu. Wir hoffen, dass wir in der zweiten Saisonhälfte vor derartigen Problemen verschont bleiben.“ Zweifelsohne ist der übersichtliche Kader eine Achillesferse beim TTC, der mit Kim Jung Hoon, Jakub Kosowski und Lars Hielscher lediglich drei gestandene Bundesligaspieler in seinen Reihen hat. „Wir können mit unserem vorhandenen Budget keine großen Sprünge machen, aber es gibt einige Bundesligateams, die eine ähnliche Strategie fahren wie wir“, sieht der TTV-Geschäftsführer hier ein kalkuliertes Risiko. Arthur Schemp war bereits im Vorjahr in Stuttgart dabei. „Damals war ich in der Rolle des Zuschauers und war begeistert von dem Event. Ein perfekt arrangiertes Turnier wartet auf uns, das keine Wünsche offen lässt. Das TTC-Team freut sich auf das Pokalfinale“, so Arthur Schemp.

Text: Thomas Holzapfel

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