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WO-Schulung Bezirk UlmBasisarbeit par excellence

In den letzten Wochen und Monaten war die neue Wettspielordnung Thema Nummer eins in den verantwortlichen Sportgremien des Tischtennisverbands Württemberg-Hohenzollern. Und darüber hinaus. Der TTVWH um Heike Mucha und Wolfgang Laur ging professionell mit der Thematik um - zuerst bei der deutschlandweiten Planung der neuen Gegebenheiten und im Anschluss bei der verbandsweiten Informationsverbreitung. Am Ende waren es über 1.400 Vereinsvertreter, die im Rahmen eines koordinierten Projekts in kürzester Zeit mit dem neuen Regelwerk vertraut gemacht wurden.

Die TTVWH Präsentation der WO-Schulungen gibt es HIER

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Innerhalb von zwei Monaten führte der TTVWH 21 Informationsveranstaltungen durch, dabei waren es genau 1.405 Teilnehmer, die mit den Regeln der neuen Wettspielordnung konfrontiert wurden. „Wir wollten den Übergang zum neuen Regelwerk so reibungslos wie möglich gestalten“, sagt Heike Mucha, Vizepräsidentin Wettkampfsport im TTVWH, die sich zusammen mit TTVWH-Sportreferent Wolfgang Laur so lange wie kaum jemand anderes mit der neuen Wettspielordnung beschäftigt hat.

WO Schulung EsslingenIm Bild links ein Eindruck der WO-Schulung aus dem Bezirk Esslingen, bei welcher 120 interessierte Vereinsvertreter die TTVWH-Präsentation durch das Referenten-Team um Heike Mucha und Sven Weiland vorgestellt bekamen.

Angefangen hat alles bereits im vergangenen Jahr, als es darum ging, von Verbandsseite positiv Einfluss auf die neuen Regelungen zu nehmen, die zu einem bundeseinheitlichen Regel(kunst)werk zusammenschmolzen. „Dabei musste jeder Verband eine gewisse Kompromissbereitschaft eingehen und es gab für alle die eine oder andere Kröte zu schlucken“, erinnert sich Wolfgang Laur, betont aber auch, dass sich die Änderungen beim TTVWH – im Vergleich zu anderen Mitgliedsverbänden – durchaus im Rahmen hielten. So wurden in zahlreichen bundesweiten Sitzungen die bestehenden Regelungen durchwühlt, Paragrafen angepasst und auch die Ausführungsbestimmungen überarbeitet. Keine leichte Aufgabe für die Verbandsmacher, die sich jedoch sicher sind, dass nunmehr in dieser Hinsicht eine gemeinsame Sprache gesprochen wird. Wolfgang Laur: „Bislang gab es beispielsweise je nach Verband unterschiedliche Voraussetzungen, wie sich ein Spieler für eine deutsche Meisterschaft qualifizieren konnte. Oder der DTTB und der TTVWH verstanden unter dem Begriff „Reservespieler“ zwei unterschiedliche Dinge. Diese Diskrepanz wird es nun nicht mehr geben.“ Diese positive Entwicklung versuchten die Referenten bei ihren Informationsveranstaltungen herauszustellen. „Schließlich spielt Deutschland gemeinsam Tischtennis“, sagt Wolfgang Laur.

Nachdem die Wettspielordnung im Hinblick auf die Bundesregelungen bereits beim Bundestag im vergangenen November in Frankfurt abgesegnet wurde und die Ausführungsbestimmungen beim TTVWH-Verbandsausschuss einstimmig verabschiedet wurden, war den Verbandsverantwortlichen klar, dass nun eine weitere Aufgabe vor der Tür steht. Nämlich dies so schnell wie möglich unter die Leute zu bringen. „Der Regeltext ist das eine, das Ganze aber gut erklärt zu bekommen, ist das andere“, sagt Heike Mucha, die von Anfang an den Kontakt mit der Basis suchte und ein klarer Befürworter der TTVWH-Infotour war. „Wir wollten frühzeitig bei den Bezirken und Vereinen eine positive Einstellung vermitteln und offensiv die Thematik angehen“, so Mucha weiter. Die Befürchtung, dass an der Basis kein sonderliches Interesse an dem neuen Regelwerk besteht, bestätigte sich nicht. Heike Mucha: „Hier kam uns natürlich auch zu Gute, dass ein Großteil der Bezirke die Informationsabende als Pflichtveranstaltung ausriefen.“

Und so ging es im Februar und März für insgesamt acht Referenten auf große TTVWH-Tour, um bei Schwerpunkt-Veranstaltungen, Spielleitersitzungen und Bezirkstagen die Neuigkeiten zu verkünden. Heike Mucha und Wolfgang Laur erstellten einen Einsatzplan und konnten bei ihren Sitzungen auf tatkräftige Unterstützung von Sven Baumgärtner (Bezirksvorsitzender Oberer Neckar), Bernd Kaltenbach (Ressortleiter Erwachsenensport), Christhart Kratzenstein (Ressortleiter click-TT/MKTT), Jürgen Mohr (Ressortleiter Jugend), Werner Munz (Schwerpunktleiter Nord Erwachsene) und Sven Weiland (Beauftragter Ordnungen)  zählen.

WO Schulung UlmIm Bild rechts - Sport-Referent Wolfgang Laur bei der WO-Schulung im Bezirk Ulm (dort gemeinsam mit Christhart Kratzenstein), welche mit 137 Teilnehmern die größte Veranstaltung der 21 angehaltenen Informationsschulungen rund um die neue Wettspielordnung im TTVWH war.

Letztendlich war die Rückmeldung der Teilnehmer und Vereine überdurchschnittlich positiv. Wolfgang Laur: „Manche Leute hatten sich das als besonders trockene Geschichte vorgestellt, aber die Veranstaltungen, die im Durchschnitt zweieinhalb bis drei Stunden dauerten, waren dann doch meistens deutlich kurzweiliger als angenommen.“ So erläuterten die Referenten die neuen Regeln anhand zahlreicher Fallbeispiele und nahmen sich auch viel Zeit für Fragen. Letztendlich hatten die Teilnehmer das Gefühl, von einem kompetenten und erfahrenen Referententeam mit Informationen versorgt zu werden. „Ich fand es wichtig, den Leuten Lösungsansätze aufzuzeigen und nicht einfach mitzuteilen, dass man dieses oder jenes jetzt nicht mehr machen darf“, so Laur weiter, „die Veranstaltungen waren es wert, durchgeführt zu werden.“ Heike Mucha pflichtete dem bei und betonte, dass es durchaus „ein kleines Chaos bei den Mannschaftsmeldungen gegeben hätte, wenn der Informationsfluss auf diese Weise nicht stattgefunden hätte.“

Kritisch beäugt wurde bei den Teilnehmern vornehmlich die neue Damen-Regelung (Damen sind in der Herrenaufstellung grundsätzlich keine Stammspieler) und die Möglichkeit, zukünftig in bestimmten Fällen in zwei Vereinen aktiv zu sein. Wolfgang Laur: „Es wird interessant sein, dies zukünftig zu verfolgen und zu sehen, wie oft diese Regelungen angewendet werden. Grundsätzlich muss man jedoch sagen, dass die Vereine mit den diversen Ergänzungsspielern in vielen Bereichen mehr Optionen haben.“ 

Lobende Worte nach der Veranstaltungsserie hatte auch die Verbands-Geschäftsstelle übrig. „Aus mehreren Gründen war dies ein Positivum für den TTVWH“, sagt Geschäftsführer Thomas Walter, „die Informationen zur neuen Wettspielordnung wurden zum praktisch frühestmöglichen Zeitpunkt kommuniziert, viele Unklarheiten wurden bereits jetzt geklärt.“ Nicht verhehlen möchte der Geschäftsführer auch, dass diese „proaktive“ Serviceleistung des Verbandes von der Basis durchaus positiv angenommen wird. Thomas Walter: „Die gesamte Veranstaltungsreihe war ein großer Erfolg für den TTVWH. Der Dank geht ausdrücklich an alle Beteiligten, die sich mit großem Engagement verdient gemacht haben.“

Bericht: Thomas Holzapfel

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