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„Wir geben möglichen Tätern keine Chance“

b_350_250_16777215_00_images_alt_phocagallery_Laur-Gudrun_klein.jpegKinderschutz ist oberste Verpflichtung

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Deutsche Sportjugend (DSJ) haben sich den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt als eines der oberen Ziele auf die Fahnen geschrieben. Dazu gehört gleichzeitig auch der Schutz von Mitarbeitern vor möglichen falschen Verdächtigungen. Erreichen können die beiden obersten nationalen Sportorganisationen die Basis in erster Linie über ihre Mitgliedsverbände.

Der TTVWH hat Gudrun Laur als Beauftragte für den Kinderschutz gewinnen können. Als Lehrerin ist sie mit der Arbeit mit Kindern bestens vertraut. Jetzt möchte Gudrun Laur, die seit November 2011 offiziell im Amt ist, ihre Tätigkeit mit Leben erfüllen und gleichermaßen Verbandsverantwortliche und Vereinsmitarbeiter erreichen.

"Wir haben im Tischtennisverband Württemberg-Hohenzollern e.V. zum Glück keinen konkreten oder zumindest bekannten Fall, bei dem es aktuell Handlungsbedarf gibt", sagt Gudrun Laur. "Bei meiner Tätigkeit geht es in erster Linie darum, präventiv tätig zu sein. Dazu ist Aufklärung ganz wichtig. Die Vereine sollen wissen, dass jemand da ist, der als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Dazu können wir jederzeit gerne Informationsmaterial zur Verfügung stellen." Sie verweist unter anderem auf eine Checkliste, die von der Deutschen Sportjugend ausgearbeitet wurde und die den Vereinen zugeschickt werden kann.

Als äußeres Zeichen sollen Trainer und Betreuer für dieses Thema sensibilisiert werden und eine Selbstverpflichtung unterzeichnen, die deutlich macht, dass diese als wichtigste Verbindungsglieder zwischen Verband/Verein und Familie das Thema Kinderschutz als wichtige Aufgabe sehen und auch als Vorbild dienen.

"Es muss jedem ein Anliegen sein, dass sich die Kinder frei entfalten können. Es muss darauf geachtet werden, dass auch mal Unangenehmes angesprochen werden kann. Ohne dass es so gewollt ist, zwischen Trainern auf der einen und den Kindern auf der anderen Seite entstehen automatisch gewisse Abhängigkeitsverhältnisse. Dazu gehören auch gut gemeinte persönliche Geschenke, Vergünstigungen, die eventuell gewährt werden. Absprachen, die mit einem Kind oder Jugendlichen getroffen werden, sollten öffentlich gemacht werden. Die Trainer müssen sich in ihrem Handeln dieser besonderen Verantwortung gegenüber den Mädchen und Jungen stets bewusst sein", so Gudrun Laur. Sehr wohl weiß die Missbrauchsbeauftragte, dass dies für die allermeisten Vereine gar kein Thema ist, doch sexualisierte Gewalt könne durchaus zu einer ganz heiklen Sache werden. "Wir können unsere gemeinsamen Ziele nur erreichen, wenn wir offene Aufklärung betreiben."

Diese von vorne herein offene Aufklärung könne durchaus zu positiven Signalen auch für Eltern führen. "Wenn die Mütter und Väter wissen, dass Jugendschutz nicht nur irgendwo auf dem Papier steht, sondern dass man sich im Sportverein ihrer Kinder diesem Thema bewusst und aktiv annimmt, ist das eine gute Sache. Wichtig ist, dass wir alle sensibel werden, was das Thema Missbrauch angeht und dass möglichen Tätern keine Chance gegeben wird."

Anbei der Service für alle Vereine im TTVWH mit einer entsprechenden Anzahl von unterstützenden Formularen für den Vereinsgebrauch - um sich fit zu machen im Thema Kinderschutz. Die Formulare sind so vorbereitet, dass jeder Verein diese Vorlagen einfach so verwenden kann und mit wenigen "clicks" sein eigenes Vereinswappen implementieren kann.

Formulare - Informationsschreiben:

Informationsblatt für Kinder

Informationsblatt für Eltern

Richt- und Leitlinien für Vereine

Selbstverpflichtung Verein

Beantragungsformular Führungszeugnis

Archivierungsvorlage Führungszeugnis

Checkliste Prävention + Intervention Sportvereine

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